Badeschiffe in Europa

 

Das Berliner Badeschiff

 

Ein erster Tropfen sauberes Wassers in der Spree, mitten in Berlin: Ein umgebautes altes Transportschiff, mit Schwimmbadfolie ausgeschlagen und mit sauberem Wasser gefüllt, wird seit 2004 als Schwimmbad im Berliner Osthafen genutzt. Geboren wurde die Idee des Berliner Badeschiffs im Jahr 2002, als der Verein Stadtkunstprojekte e.V. damals internationale Künstler einlud, sich im Rahmen eines Wettbewerbes mit Brücken als verbindendes Element in Berlin auseinanderzusetzen. Das Team AMP arquitectos mit Gil Wilk und der Berliner Künstlerin Susanne Lorenz interpretierte die Aufgabe neu: Statt der Inszenierung einer vorhandenen Brücke, schlugen sie eine Brücke in die Spree mit Badeschiff vor. Anknüpfend an die Tradition der historischen Badehäuser sollte die Stadt wieder stärker mit dem Fluss verbunden werden. Das das Schwimmen in der Spree aus hygienischen Gründen untersagt ist, sollte das Badeschiff eine Art Brücke in den Fluss bilden. Das Badeschiff wird im Winter zu einer Saunalandschaft umgebaut. Wegen des regen Zuspruchs wurde die Anlage mittlerweile um Sandstrand mit Strandbar erweitert und schreibt schwarze Zahlen.

 

 

 

 

Das Wiener Badeschiff

 

Ein Bad mit Tiefgang. Sich freischwimmen im Fluss der Stadt. Eine Reminiszenz an die Strombäder von dazumals und an das Lebensgefühl von heute. Der schwimmende Pool mit  30 Metern Länge, 200 Quadratmeter Sonnenliege-Holzterrasse, Kinderstrand und Aquatunnel liegt in Wien zwischen Schwedenplatz und Urania am Ufer der Donau vor Anker.

 

 

 

 

 

Das Hafenbad Kopenhagen

 

Baden mitten in der Stadt ist in Mode zu sein. In Kopenhagen kann man sogar mitten im Hafen baden. Ein Grund dafür ist die beispielhafte Umweltpolitik der dänischen Hauptstadt. Obwohl die Mehrheit der Kommunalpolitiker davon ausging, dass niemand im Hafen schwimmen wolle, investierte man massiv in die Steigerung der Wasserqualität, schaffte Platz für Hausboote und Kultureinrichtungen und sanierte alte Hafengebäude. Ziel der Städteplaner war, einen früheren industriellen Verkehrsknotenpunkt in ein soziales und kulturelles Zentrum der Stadt zu verwandeln. Die Idee einer schwimmenden Plattform begeisterte die Stadtväter und im Juni 2003 wurde das Kopenhagener Stadtbad nach sechs Monaten Bauzeit und einem Budget von 600.000 Euro eröffnet. Das Hafenbad fungiert als Stadtstrand generationsübergreifend als sozialer Treffpunkt mit Sport-, Kinder-, Sprung- und Familienbecken. Seit drei Jahren wird die Anlage im Sommer regelrecht gestürmt. Die Benutzung des Bades ist kostenfrei. 

 

 

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